Reisen in der Schweiz
Von Alpenkulissen und Overtourism
Wer in die Schweiz reist, freut sich auf Berge und Seen, Alphorn und Heidi, Käse und Schokolade. Wer in der Schweiz lebt, empfindet dies womöglich als Klischee. Das Reisen öffnet eine Schere aus Selbstbild und Aussensicht zwischen den Reisenden, den bereisten Orten und besuchten Menschen. Dabei stellen sich Fragen zu kollektiven Identitäten, Folklore und Exotisierung. Und zu Standortmarketing. Denn Tourismus ist immer eine Ökonomie der Erwartungen, Bilder und Inszenierungen und in den meisten Volkswirtschaften dieser Welt zu einem unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor geworden. Gleichzeitig belastet der Tourismus Klima, Umwelt, lokale Infrastrukturen und die Beziehung zwischen Reisenden und lokalen Anwohner:innen. Dies führt zu Fragen über globale Gerechtigkeit und planetare Grenzen. An Beispielen der Schweizer Tourismuslandschaft sowie diskursiv aufgeladenen Schlagwörtern von Overtourism bis Slow Travel beschäftigen wir uns bei Jetzt mit der Kulturtechnik des Reisens und fragen uns, wie wir als Gestalter:innen neue Perspektiven darauf eröffnen können.
Reiselust und Tourismuswerbung
Janine Wiget und Katrin von Niederhäusern, Gestalterinnen
im Gespräch mit David Jäggi
Mittwoch, 7.10.2026, 17 Uhr
5.K12 Kunstraum
An den Grenzen des Tourismus
Stefan Forster, Professor für Tourismus und nachhaltige Entwicklung ZHAW
im Gespräch mit Lena Tovar
Mittwoch, 4.11.2026, 17 Uhr
5.K12 Kunstraum
Über Reisegeschichte(n)
Sibylle Gerber, Kuratorin Schweizerisches Nationalmuseum
im Gespräch mit Dr. Franziska Nyffenegger
Mittwoch, 2.12.2026, 17 Uhr
5.K06 Aktionsraum
