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Forschung

Care Futures

In Zeiten des demografischen und technologischen Strukturwandels bekommt der Begriff Care – zu deutsch Pflege, Achtsamkeit, Fürsorge – in verschiedenen Lebensphasen eine immer grössere Bedeutungskraft. Beschleunigung, Wertewandel und digitale Transformationsprozesse werfen Fragen zu mentaler und physischer Gesundheit auf. Individualität und Kollektivität, sowie Themen wie Einsamkeit, Lebenssinn und Lebensende werden in diesem Kontext neu verhandelt. «Care Futures» forscht multiperspektivisch und interprofessionell und kooperiert mit Institutionen wie Pro Juventute, dem Zentrum für Palliative Care (Stadtspital Waid Zürich) und weiteren End-of-Life-Institutionen aus der Schweiz. Aktuell liegt der Forschungsschwerpunkt auf der Adoleszenz und dem Lebensende. Die zentralen Fragen lauten: Wie können mögliche Care-Szenarios aussehen? Und welche Rolle kann und muss Care-Design gegenwärtig und zukünftig einnehmen?

Einblicke in den Forschungsschwerpunkt: Death Futures, Do you Care und Sick Style.

Projekt Sterbedinge, Feldforschung Stadtspital Waid, Zentrum für Palliative Care, 2018 (Bild: Bitten Stetter)
Projekt Sterbedinge, Feldforschung Stadtspital Waid, Zentrum für Palliative Care, 2018 (Bild: Bitten Stetter)

Modetheorie und -geschichte

Der Schwerpunkt fokussiert auf Modegeschichte als Designgeschichte. Im Zentrum steht Kleidung als materielle Kultur und untersucht wird u. a. die Beziehung zu Körper und Geschlecht, das Verhältnis zu Technologien und Materialien und die mediale Repräsentation. Dabei spielen die Produktzyklen von der Kreation über die Produktion bis hin zur Distribution und Konsumtion eine wichtige Rolle. Daneben werden methodische und theoretische Zugänge zur Mode als Phänomen bearbeitet. Die Perspektiven sind multidisziplinär und schliessen Ansätze aus der Kunstgeschichte, Soziologie, Wirtschaftsgeschichte und Medienwissenschaft ein.

Einblicke in den Forschungsschwerpunkt: Design-Material Zeigen, Vielfalt vs. Mangel, Moving Posters und Atelier Bally.

© Archiv der Bally Schuhfabriken AG
© Archiv der Bally Schuhfabriken AG

Lebensstil und Identitäten

Der Forschungsschwerpunkt untersucht Lebensstile und Identitätskonstruktionen in sich wandelnden sozioökonomischen, kulturellen und politischen Kontexten. Das Forschungsinteresse gilt dabei dem Alltäglichen, den Alltagswelten, Mainstreamphänomenen und popkulturellen Strömungen sowie ihren materiellen Kulturen und ästhetischen Manifestationen. Erforscht wird in diesem Zusammenhang welche Bedeutungen Materialitäten, Ästhetiken und Dingen zugesprochen werden, welche Funktionen diese erfüllen, wie sie auf das Verhalten einwirken und verändern (Soziologie der Dinge). Dieser Schwerpunkt arbeitet und experimentiert mit ethnografischen Methoden wie partizipative Fotografie, Action Research, Netnografie oder Cultural Probes. Es werden Daten erhoben, indem sich Designer*innen und Designforschende samt ihres* Körper und ihrer* Persönlichkeit einem anderen sozialen Feld aussetzen. Das Ziel besteht darin, Dinge unserer Alltagswelt und ‑kultur, die unsere Identitäten prägen, zu reflektieren. Forschungen über Subversion, Protest und Design, Gender und Design und non-intentionell Design, sowie Publikationen wie Designethnografie rahmen beispielhaft das Forschungsfeld.

Einblicke in den Forschungsschwerpunkt: Behinderung in Angola, Gender Salon und Lipstick Tehran.

Partizipative Fotografie über mikrosoziale Lebenswelten in Luanda/Angola (Foto: Domingos João Pedro Bernardo)
Partizipative Fotografie über mikrosoziale Lebenswelten in Luanda/Angola (Foto: Domingos João Pedro Bernardo)

Die Forschung der Fachrichtung Trends & Identity ist angegliedert an das Institut für Designforschung (IDE). Es koordiniert als integratives Forschungsinstitut alle Forschungsvorhaben im Departement Design und stellt Kontakte zwischen Forschenden und externen Forschungspartnern her.