In einer von Daten durchdrungenen Gegenwart wird das Selbst zunehmend archiviert. Praktiken wie Social Tracking, Wrapped oder Journaling zeigen, wie persönliche Daten nicht mehr nur der Effizienzsteigerung dienen, sondern zu Formen der Selbstarchivierung werden. Diese Praktiken bewegen sich zwischen Intimität und Öffentlichkeit, zwischen individueller Reflexion und sozialer Inszenierung. Popkulturelle Phänomene wie Spotify Wrapped oder Strava Trends verhandeln dabei Fragen nach Identität, Erinnerung und Sichtbarkeit. Die Arbeit untersucht, wie Archivierungsformen und Datenpraktiken des Selbst zu einer erweiterten Wissensspeicherung beitragen können und zugleich neue Formen von kultureller Selbstinszenierung und kollektiver Erinnerung hervorgebracht werden können.
Stéphanie Kiser
2025




