Musik steht heute überall und grenzenlos zur Verfügung. Streaming-plattformen wie Spotify, Apple Music oder YouTube Music versprechen uns maximale Effizienz und Komfort. Ein System, ein Algorithmus der immer schneller wird. Parallel zu dieser Beschleunigung entsteht jedoch ein Gegentrend der Entschleunigung: Eine wachsende Sehnsucht nach Besitz, Autonomie und Echtheit.

Dieses Paradox bildet den Kern dieser Trendforschung. Obwohl Musik heute in einer digitalen Endlosschleife existiert, zeigt sich eine wachsende Faszination für physische Objekte und greifbare Technologien: CDs, Vinyl, Kassetten und MP3-Playern. Die Bewegung hin zur neo-analogen Hardware ist damit nicht nur Nostalgie, sondern ein kulturelles Statement: Der Wunsch nach Selbstbestimmung in einer überoptimierten digitalen Welt.

Die folgenden Seiten sind eine Annäherung an die Frage, wie wir in Zukunft Musik erleben wollen. Welche Rolle Besitz, Zeit und Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter wieder einnehmen könnten. Wie sehr uns die Ästhetik eines einfachen Objekts unser Verhältnis zu Musik neu denken lässt. Und inwiefern Musik das Objekt der Hardware beeinflusst und die Hardware die Musik.

Download PDF

Olivia Ott, Kiwi Erni
2025