Wir alle tun es. Darüber zu sprechen, das scheint, zumindest bis jetzt, noch schwerfällig. Stuhlen, grosses Geschäft, Aa machen, Häufchen machen, unmissverständlich: Kot ausscheiden. Eine höchst private Angelegenheit, historisch war das längst nicht immer so. In den römischen Latrinen war es üblich sich während des Geschäfts gemeinsam zu unterhalten, mit Blick auf das Gesicht des Gegenübers versteht sich.

Humor scheint bei der gesellschaftlichen Verhandlung von Stuhlgang eine Konstante zu sein. Schambehalftet und unangenehm, ein humorvoller Ton hilft im Umgang mit der Thematik. Um Einstieg und Deutung zu erleichtern empfiehlt sich ein humoristischer Unterton.

Die drei Treiber Gesundheit, Popkultur und Nachhaltigkeit bringen Bewegung in unser Verhältnis zu Kot und Urin. Der Microtrend Post-Poo-Taboo stützt sich auf die Entwicklungen der Megatrends Health, Gendershift und Nachhaltigkeit. In geballter Präsenz sehen wir uns mit den eigenen Ausscheidungen konfrontiert, ein Kippmoment.

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Loris Truninger
2024